Weniger Streit, bessere Entscheidungen
Du sitzt in einer Gruppe, ihr wollt etwas entscheiden – und am Ende setzen sich wieder die Lautesten durch.
Die „Alphatypen“.
Und du denkst dir: Hm… eigentlich war das nicht wirklich meins.
Oder du bist alleine und triffst eine Entscheidung – wägst Pro und Contra ab, ganz vernünftig…
…aber irgendwie bleibt trotzdem ein leiser Widerstand in dir.
Warum Widerstand ein wichtiger Schlüssel für gute Entscheidungen ist
Was wäre, wenn genau dieser Widerstand der Schlüssel ist?
Stell dir vor, ihr plant einen gemeinsamen Abend.
Drei Vorschläge stehen im Raum: Restaurant, Spaziergang, Spieleabend.
Statt abzustimmen „Wer ist dafür?“, passiert etwas anderes: Alle schauen ehrlich hin – wo sind Widerstände?
- Beim Restaurant sagt jemand: „Geht für mich, aber ich bin ziemlich müde.“
- Beim Spaziergang: „Mag ich, aber nicht im Dunkeln.“
- Beim Spieleabend: „Ja, aber kein zu verkopftes Spiel.“
Am Ende gewinnt nicht das Lauteste oder Beliebteste – sondern das, wo der geringste Widerstand in der Gruppe ist.
Systemisches Konsensieren: Gemeinsam bessere Entscheidungen treffen
Vielleicht wird dabei sogar eine ganz neue Lösung gefunden, die möglichst viele Bedürfnisse abdeckt.
Zum Beispiel: Statt sich zwischen Restaurant, Spaziergang oder Spieleabend zu entscheiden, entsteht plötzlich die Idee: „Wir gehen kurz essen – und danach noch eine kleine Runde spazieren.“
Oder: „Wir treffen uns früher zum Essen und machen danach einen ruhigen Spieleabend für alle, die noch Energie haben.“
So entsteht nicht ein Entweder-oder, sondern oft ein kreatives Sowohl-als-auch, das vorher niemand so gesehen hat.
Die unterschiedlichen Bedürfnisse bekommen Raum.
Jede(r) fühlt sich gesehen und ernst genommen.
Und plötzlich fühlt sich die Entscheidung… leichter an.
Getragener.
Irgendwie fair.
Diese Art zu entscheiden nennt sich systemisches Konsensieren.
Und sie passt erstaunlich gut zur Haltung der Gewaltfreien Kommunikation: Nicht nur hören, was jemand will – sondern auch ernst nehmen, was nicht stimmig ist.
Systemisches Konsensieren: Gemeinsam bessere Entscheidungen treffen
Bei meinem Praxistag geht es genau darum.
Natürlich üben wir GFK.
Und gleichzeitig machen wir das Ganze direkt erlebbar: Wir entscheiden gemeinsam, was wann passiert – so, dass nicht wenige alles bekommen, sondern möglichst viele etwas.
Du kannst also nicht nur über Gemeinschaft hören, sondern spüren, wie sich das anfühlt.
Wenn dich das neugierig macht: Hier findest du alle Infos zum GFK Intensiv Tag.
Und wenn das eine Erfahrung ist, die du dir schon lange wünschst, bist Du bist herzlich eingeladen, das auszuprobieren.
Herzlich,
Florian
PS: Zugegeben – diese Art der Abstimmung braucht oft etwas mehr Zeit.
Doch meiner Erfahrung nach lohnt sie sich besonders dort, wo es wirklich zählt:
in der Familie, bei der Arbeit oder im Freundeskreis. Dort macht es einen spürbaren Unterschied.
PS: Es ist noch ein Platz frei für das GFK Jahrestraining mit integrierter TrainerInnen – Ausbildung ab 15. Mai. Wenn du ein GFK Einführungsseminar gemacht hast, kannst du gerne mitmachen. Hier ein kurzer Video darüber.
Herzlich
Florian